Gastaufenthalt in Wien bei Aphasieforscherin Dr. Jacqueline Stark

Veröffentlicht am 04.02.2014

Vom 27. – 29. Januar 2014 war ich zu Gast bei Dr. Jacqueline Stark in Wien, um mich mit ihr über ihre langjährige Arbeit mit chronischen Aphasikern auszutauschen. Seit 40 Jahren betreibt Frau Dr. Stark an der Akademie der Wissenschaften in Wien Aphasieforschung. Insbesondere erprobt und dokumentiert sie, inwieweit durch gezielte Therapie auch bei langjährigen, chronischen Aphasien Verbesserungen erreicht werden können.

Mit manchen Patienten arbeitet sie schon fast 20 Jahre und zieht die Bilanz: Es ist nie zu spät! Und: Keine aphasische Störung ist zu schwer, um nicht noch Verbesserungen zu erhoffen.

Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Nach der Erfahrung von Frau Dr. Stark ist es weniger die Zeitdauer nach dem Schlaganfall oder das Alter des Patienten. Vielmehr ist sie davon überzeugt, dass ein intensives und sehr strukturiertes Arbeiten mit vielen Wiederholungen derselben Äußerungen wichtig ist. Sehr gerne verwendet sie dabei das von ihr entwickelte Therapiematerial der ELA-Fotokarten (ELA = Everyday Life Aktivities, d.h. Aktivitäten des alltäglichen Lebens), mit dessen Hilfe Beschreibungen, Texte und Dialoge zu ganz alltägliche Handlungen geübt werden können. Derzeit erstellt sie das ELA Computer-Sprachtherapieprogramm mit den Modulen: Grundwortschatz, Syntax, Text und Dialoge. Sobald dieses verfügbar ist, wird es auch bei Spontansprache – Sprachtherapie intensiv zum Einsatz kommen.

Ich durfte meiner erfahrenen Kollegin bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und es war spannend, Patienten kennen zu lernen, die auch 3, 7 oder 11 Jahre nach ihrem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma immer weiter üben – und weiter Verbesserungen erreichen.

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„Iss schon ne kleine psychologische Beratung, was Sie da machen. Das hat auch seinem Selbstbewusstsein sehr gut getan. Dass er jetzt weiß, was er hat und wie er damit besser umgehen kann. Das hab ich schon in der 2. Woche gemerkt. Die Psyche ist ja auch wichtig. Das machen Sie mit. Sie sehen das Ganze. Nicht nur die Sprache. Das macht ja keiner sonst... Also wir sind ganz begeistert. Jetzt haben wir viele Aufgaben, die wir umsetzen können dieses Jahr und das probieren wir jetzt. Und dann freuen wir uns aufs nächste Mal im nächsten Jahr!“

Ehefrau eines 49-jährigen Patienten mit unflüssiger Aphasie, Sprechapraxie und kognitiven Defiziten nach der ersten Intensivtherapie

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