Gestörte Blutversorgung des Gehirns

Das Gehirn hat einen sehr hohen Energie­bedarf. Dieser kann nur durch ununter­brochene Energiez­ufuhr gedeckt werden, da das Gehirn keine Energie­speicher besitzt. Wenn nicht ständig Glucose und Sauer­stoff nach­geliefert werden, kommt es bereits nach wenigen Sekunden zu einem Zugrunde­gehen der Nerven­zellen. Dies kann bei einem Schlag­anfall, einer Hirn­blutung und auch bei einem hypoxischen Hirn­schaden etwa nach einer Reanimation der Fall sein.

Schlaganfall (Hirninfarkt)

Durch den Verschluss eines Blutgefäßes bzw. durch eine Hirnblutung, die auf benachbartes Gewebe drückt, wird eine bestimmte Hirnregion nicht mehr ausreichend mit Blut bzw. Sauerstoff versorgt. Dadurch kann – je nach Größe und Dauer des Verschlusses / Druckes – Hirngewebe unwiederbringlich zugrundegehen.

Durch einen Schlaganfall können verschiedene Symptome wie Lähmungen, Wahrnehmungsstörungen oder kognitive Beeinträchtigungen entstehen. Je nach Größe, Schweregrad und Lokalisation der Hirnschädigung kann ein Schlaganfall auch eine Sprachstörung / Aphasie, eine Sprechplanungsstörung / Sprechapraxie, eine Sprechstörung / Dysarthrie oder auch eine Schluckstörung / Dysphagie verursachen.

Ausführliche Informationen über Ursachen, Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten und anderes zum Thema Schlaganfall finden sie auch auf der Internetseite der Deutschen Schlaganfallhilfe: www.schlaganfall-hilfe.de

Hirnblutung

Durch den Riss (Ruptur) einer Gefäßwand tritt Blut aus einem der Blutgefäße des Gehirns in das Gehirn aus. Es kommt zu einer Blutung in die Hirnsubstanz (= intrazerebrale Blutung) oder in die Zwischenräume zwischen die Hirnhäute (= subarachnoidale, subdurale, epidurale Blutung). Da innerhalb des Schädels der Platz begrenzt ist, entsteht durch das ausgetretene Blut (das Hämatom) ein Druck auf benachbarte Hirnregionen. Die Ursachen für eine Hirnblutung können sehr vielfältig sein, zum Beispiel eine geplatzte Aussackung eines Blutgefäßes (Aneurysma).

Im Gegensatz zum Hirninfarkt wird das Hirngewebe im Bereich der Blutung meist nicht vollständig zerstört, sondern es kann zwischen dem ausgetretenen Blut noch vitales Gewebe erhalten bleiben. Das ist der Grund dafür, dass sich die Ausfälle nach Resorption des Hämatoms, d.h. nach Rückbildung einer Hirnblutung häufig besser zurückbilden als nach einem Infarkt. Es erklärt auch, dass nach einer Blutung möglichst schnell der Druck innerhalb des Schädels reduziert werden muss, um weitere Schäden zu verhindern. Dies kann durch Medikamente oder durch eine Operation mit Ausräumung des Hämatoms geschehen. Daher muss möglichst schnell nach dem Krankheitsereignis geklärt werden, ob es sich um einen Gefäßverschluss (= Infarkt) oder eine Blutung handelt. Dies ist nur mittels eines bildgebenden Verfahrens (CT oder MRT) möglich.

Je nach Größe, Schweregrad und Lokalisation der Hirnschädigung kann eine Hirnblutung ebenso wie ein Hirninfarkt eine Sprachstörung / Aphasie, eine Sprechplanungsstörung / Sprechapraxie, eine Sprechstörung / Dysarthrie oder auch eine Schluckstörung / Dysphagie verursachen.